Gartenpflege  Birgit Mayer, Dipl.-Ing. (FH)
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In der Natur ist der Boden fast überall, wo etwas wachsen kann, dauerhaft bedeckt, entweder mit Bewuchs durch Pflanzen oder mit organischem Material, z.B. die Laubschicht auf dem Waldboden. Mulchen bedeutet, den Gartenboden mit organischem Material abzudecken.

Vorteile des Mulchens:

  • Der Wuchs von Samenunkräutern wird gehemmt, weil ihnen das Licht zum Keimen durch die Bodenbedeckung entzogen wird.
  • Schutz des Bodens vor Witterungsextremen und ihren Folgen, z.B. Überhitzung und Austrocknung, Verschlämmen, Erosion.
  •  Gute Nährdecke für Bodenlebewesen, die wiederum für die Bildung von Humus sorgen.

Als Material zum Abdecken können Sie jedes organische Material verwenden, z.B. leicht angetrockneter Grasschnitt, samenlose Unkräuter, allerlei geschreddertes Gartenmaterial, Laub, zerkleinerter Holzschnitt, Rindenmulch, sogar Küchenabfälle als Flächenkompostierung oder Sägespäne eignen sich. Wichtig ist, dass Sie die Mulchschicht in der richtigen Dicke aufbringen. Ist die Schicht zu dünn, verringert sich der Unkrautbewuchs nicht nennenswert, ist sie zu dick, besteht das Risiko, dass sich darunter Fäulnis bildet. Je nach Material ist eine Mulchdecke von mindestens 3, lieber 5 bis maximal 8 cm günstig.

Leider ist es nicht damit getan, Rindenmulch einfach auszubringen und zu denken, alle Probleme mit Unkraut wären damit gelöst, wie es uns die Werbung in Gartencentern und Baumärkten gerne glauben machen möchte. 

Es gibt einiges dabei zu beachten:

  • Rindenmulch hilft nur gegen Samenunkraut, nicht gegen Wurzelunkraut, dieses treibt immer wieder durch, wenn es nicht vorher sorgfältig und restlos entfernt wurde.
  • Rindenmulch entzieht dem Boden beim Verrotten viele Nährstoffe, die die Gartenpflanzen eigentlich ebenso brauchen, vor allem Stickstoff als Baustein für den lebenswichtigen grünen Blattfarbstoff. Die Unkenntnis dieser Zusammenhänge führt immer wieder dazu, dass die Kulturpflanzen durch das Mulchen an Stickstoffmangel leiden, erkennbar an sehr hellgrünen Blättern, gelben Blattadern oder allgemein an schwachem Wachstum.
  • Ein gut düngendes Mulchmaterial muss ein günstiges, d.h. ein möglichst enges C:N-Verhältnis aufweisen. C:N bedeutet das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff. Hier einige Vergleichswerte: Grasschnitt 12-25:1, gemischte Gartenabfälle 20-60:1. Rindenmulch oder Holzschnitt 100-150:1. Wenn Sie also Rindenmulch verwenden, sollten Sie unbedingt den Boden gleichzeitig mit einem stickstoffbetonten Langzeitdünger düngen. Gut geeignet für diesen Zweck sind 100 g Hornspäne pro qm.
  • Am besten ist Rindenmulch für Pflanzen, die sowieso eine waldartige Umgebung bevorzugen, also Sträucher und Schattenstauden. Aber viele Beetstauden und auch die Rosen vertragen den hohen Gerbstoffgehalt der unkompostierten Rinde nicht gut und wollen dann nicht so recht wachsen.
  • Rindenmulch aus dem Wald enthält meistens jede Menge Pilzsporen, die man sich durch das Mulchen in den Garten holt. Im Grunde ahmt man die Verhältnisse des Waldbodens nach. Das ist unter Büschen und Bäumen meistens nicht schlimm, auf Blumenbeeten aber eher unschön und unerwünscht. Hat man diese Pilze erst einmal im Boden, können sie sich ausbreiten und eine Bekämpfung ist schwierig, aufwändig oder gar unmöglich; die Sporen können über sehr lange Zeiträume unbemerkt im Boden überdauern. Sehr selten können aggressive Pilze, wie z.B. der Hallimasch, der normalerweise von Totholz lebt,  auch lebende Kulturpflanzen befallen und töten!

Wenn Sie gerne ein dunkles, gleichmäßiges Material zum Abdecken des Bodens verwenden wollen, eignet sich besser Rindenkompost oder Rindenhumus. Beides sind handelsübliche Bezeichnungen für das gleiche Produkt. Rindenhumus ist bereits kompostierte Baumrinde; das Material weist mit 27:1 ein sehr günstiges C:N-Verhältnis auf, Sie brauchen hier also nicht zusätzlich zu düngen.


Das Foto rechts zeigt eine Zypresse, vermutlich mit Pilzbefall im fortgeschrittenen Stadium. Sie konnte nicht mehr gerettet werden. An der Basis des Stamms fanden sich schwarze Mumien eines Pilzes (Hallimasch?), der nicht mehr eindeutig bestimmt werden konnte. Auf dem Foto unten sehen Sie einen Gartenboden, der stark von einem weißen Mycel, also einem Geflecht von Pilzfäden, befallen ist. Wenn Sie nicht gerade Pflanzen haben, die dagegen immun sind, hilft oft nur noch ein großzügiger Bodenaustausch.